Kopf und Krise: Rückblick auf das PharmaKey.ch Frühlings-Symposium 2026

Das traditionelle Frühlings-Symposium von PharmaKey.ch markierte in diesem Jahr einen besonderen Meilenstein: Nach 12 Jahren im Zentrum Paul Klee zog die Veranstaltung in die modernen Räumlichkeiten der BERNEXPO um. Der Wechsel wurde notwendig, da der neue Standort als „Health Care Venue“ den strengen Compliance-Anforderungen (Index 1) gerecht wird. Unter dem Tagungsthema „Kopf und Krise: Facetten neurologischer und psychischer Gesundheit“ bot der Tag eine Plattform für den intensiven Austausch zwischen Wissenschaft und Apothekenpraxis. Trotz kleiner organisatorischer Hürden bei der Premiere in der neuen Location bewährte sich das Ambiente und setzte neue Massstäbe für die kommenden Durchführungen.

PharmaKeyNote und Vormittags-Programm

Das wissenschaftliche Programm am Vormittag spannte einen weiten Bogen von der Akutmedizin bis hin zur chronischen Betreuung. Den Auftakt machte die Telemedizin, wobei Dr. Claudine Blaser in Ihrer PharmaKeyNote aufzeigte, wie Projekte wie Medgate-Connect die Apotheke als diagnostischen Hub stärken können. In der Neurologie stand das Erkennen von Notfällen im Fokus: PD Dr. Dr. med. Gerrit M. Grosse sensibilisierte die Teilnehmenden für die SNOOP-Kriterien bei Kopfschmerzen und mahnte zur Eile bei Schlaganfall-Symptomen, getreu dem Motto „Time is Brain“. Auch die Multiple Sklerose wurde thematisiert; Prof. Dr. med. Robert Hoepner betonte hierbei die Notwendigkeit eines frühen Therapiebeginns und die Bedeutung von Lebensstilfaktoren wie Vitamin-D-Versorgung und Rauchstopp.

Raum für Austausch und Kulinarik

Die grosszügige Infrastruktur der BERNEXPO bot nicht nur Platz für hochkarätige Vorträge, sondern auch einen idealen Rahmen für die Industrieausstellung. In den Pausen und während des gemeinsamen Mittagessens nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich an den zahlreichen Ständen über neueste Produktentwicklungen zu informieren und den direkten Dialog mit den Ausstellenden zu suchen. Bei einer erstklassigen Verpflegung stand zudem der persönliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen im Vordergrund – ein essenzieller Teil des Symposiums, um wertvolle Inputs aus dem Apothekenalltag zu teilen und das berufliche Netzwerk zu pflegen.

Die grosszügige Infrastruktur der BERNEXPO bot nicht nur Platz für hochkarätige Vorträge, sondern auch einen idealen Rahmen für die Industrieausstellung. In den Pausen und während des gemeinsamen Mittagessens nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich an den zahlreichen Ständen über neueste Produktentwicklungen zu informieren und den direkten Dialog mit den Ausstellenden zu suchen. Bei einer erstklassigen Verpflegung stand zudem der persönliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen im Vordergrund – ein essenzieller Teil des Symposiums, um wertvolle Inputs aus dem Apothekenalltag zu teilen und das berufliche Netzwerk zu pflegen.

Nachmittags-Programm und Abschluss

Am Nachmittag teilte sich das Symposium auf, um den Apothekerinnen und Apothekern eine vertiefte Auseinandersetzung in verschiedenen Fachbereichen zu ermöglichen. Im Hauptprogramm lieferte Prof. Dr. med. Phillippe Pfeifer eine fundierte Einordnung zu Cannabis als Therapieoption. Er verdeutlichte, dass trotz des medialen Hypes die wissenschaftliche Evidenz in vielen Bereichen noch gering ist, weshalb Cannabis primär als Zweit- oder Drittlinientherapie zu bewerten bleibt. Ergänzend dazu setzte Dr. med. Dan Georgescu in der Alterspsychiatrie klare Akzente: Er plädierte leidenschaftlich für Demenz-Prävention durch Bewegung – konkret 7'000 Schritte täglich – und mahnte zu einem zurückhaltenden Einsatz von Neuroleptika bei Verhaltensstörungen im Alter. IIm Parallelprogramm bot das von der agfam organisierte Fachprogramm Raum für hochspezifische Praxisthemen. Corina Bandelli, Expertin für psychologische Nothilfe, gab wertvolle Impulse zum Umgang mit akuten psychischen Krisen mit dem Fokus auf Suizidalität. Ergänzend dazu beleuchtete Sabina Hiltbrunner, Fachapothekerin für Spitalpharmazie, komplexe Praxisbeispiele aus der klinischen Pharmazie an der Schnittstelle zwischen Neurologie und Psychiatrie im Alter. Dieser duale Aufbau erlaubte es den Teilnehmenden, individuelle Schwerpunkte zu setzen – von Prävention und Therapieoptionen bis hin zur Krisenintervention. Den Abschluss bildete Prof. Dr. med. Dominique Eich mit einem motivierenden Blick auf ADHS im Erwachsenenalter, wobei sie neben der medikamentösen Therapie mit Methylphenidat auch die positiven Aspekte wie Hyperfokus und Kreativität der Betroffenen hervorhob.

Das diesjährige Symposium hat eindrücklich gezeigt, dass die Betreuung neurologischer und psychischer Erkrankungen weit über die blosse Medikamentenabgabe hinausgeht. Für das Apothekenpersonal bedeutet dies: Hinhören, Warnsignale frühzeitig deuten und eine integrative Rolle im Gesundheitssystem einnehmen. Die Mischung aus modernster Infrastruktur in der BERNEXPO und hochkarätigem Fachwissen bot den idealen Rahmen, um diese Kompetenzen in der Offizin weiter zu stärken. Mit den gewonnenen Erkenntnissen blickt die Branche motiviert auf das nächste Jahr, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter voranzutreiben.

Sämtliche Referate vom Hauptprogramm des Apotheker-Symposium wurden aufgezeichnet und stehen on-Demand zur Verfügung.. Das Angebot ist ab sofort buchbar; die Vorträge werden ca. Mitte April publiziert.

PharmaKey.ch on-Demand