PharmaKey.ch Frühlings-Symposium 2025

Ein gelungener Austausch – Das PharmaKey.ch Frühlings-Symposium im Überblick

Das diesjährige Frühlings-Symposium wurde durch die PharmaKeyNote von Gerd Kaiser, Group Director Customers & Channels der Phoenix Pharma Switzerland, eröffnet. In seinem Vortrag warf er einen kurzen Blick auf die Zukunft der Apotheken und unterstrich die Bedeutung von Fach- und Sozialkompetenz sowie die Notwendigkeit ausreichender Zeit für die Kundenberatung.

Tagungsthema "Kleine und grosse Notfälle in der Apotheke!"

Wie jedes Jahr wurde das Frühlings-Symposium in zwei Programmvarianten für Apotheker:innen und einem Programm für Fachfrauen-/männer Apotheke durchgeführt. Auch dieses Jahr waren die Auditorien mit rund 180 Apotheker:innen und 45 Fachfrauen-/männer Apotheke wieder gut besetzt. Michael Geisser, Jurist und eidg. dipl. Apotheker von pharmaSuisse, eröffnete den Fortbildungstag mit seinem Vortrag zu akuten rechtlichen Herausforderungen in der Apotheke. Dabei legte er den Fokus auf den Umgang mit Verordnungen von ausländischen Kunden, auf die Selbstverschreibung von Ärzt:innen sowie auf die Abgabe und Magistralrezeptur von Cannabis-haltigen Präparaten. Der Vortrag stiess auf reges Interesse beim Publikum, was sich in den zahlreich gestellten Fragen der Teilnehmenden widerspiegelte.

Abbildung 1: Gerd Kaiser begrüsst in seiner PharmaKeyNote die Fachfrauen/-männer Apotheke zum Fortbildungstag (links), Michael Geisser während seinem Fachvortrag (rechts)
Abbildung 1: Gerd Kaiser begrüsst in seiner PharmaKeyNote die Fachfrauen/-männer Apotheke zum Fortbildungstag (links), Michael Geisser während seinem Fachvortrag (rechts)

Nach einer ersten, verdienten Kaffeepause, folgten zwei pharmakologisch-ausgerichtete Vorträge zu den Themen "Wenn Medikamente zur Gefahr werden: Akute, lebensbedrohliche Arzneimittelreaktionen" von Prof. Dr. Dr. Stefan Weiler, Universität und ETH Zürich und "Dringliche Herausforderungen durch Polypharmazie: Notfälle und Problemfälle in der Apotheke" von Prof. Dr. Sven Streit, Universität Bern. Zusammen mit den Teilnehmern wurden praxisnahe Fallbeispiele erarbeitet zu Themen wie Paracetamol-Intoxikation, Agranulozytose unter Metamizol und Deprescribing.

Abbildng 2: Mittagspause und Industrieuasstellung (links), Parallalprogramm (rechts).
Abbildng 2: Mittagspause und Industrieuasstellung (links), Parallalprogramm (rechts).

In der Mittagspause genossen die Teilnehmenden ein köstliches Mittagessen vom Catering des Zentrums Paul Klee. Kaffee und Dessert boten sich an, diese zwischen der Industrieausstellung, zusammen mit Kollegen:innen und Ausstellenden mit aktiven Diskussionen zu geniessen. Am Nachmittag wurde den Teilnehmenden (Apotheker:innen) zwei Programmvarianten angeboten: Im Hauptprogramm referierte Dr. med. Lorenz Epprecht (Universitätsspital Zürich) über Notfälle am, im und um’s Ohr. Dabei ging er auf Probleme bei der akuten Mittelohrentzündung, bei der Aussenohrentzündung und bei Trauma ein. Dr. med. Thomas Rothe, Kantonsspital Graubünden, entführte die Teilnehmenden daraufhin in die Welt der Notfälle rund um die Atemwege. Er beleuchtete Notfall-Symptome wie Dyspnö, blutiger Husten und Hyperventilation und zeigte auf verständliche Weise Notfall-Massnahmen wie Heimlich-Handgriff, Koniotomie und Lippenbremse. Im von agfam organisierten Parallelprogramm lernten die Teilnehmenden Wissenswertes über “Zahnnotfälle sicher meistern” (Dr. med. dent. Nathalie Kohler, Zahnmedizin Bern) und “Schnittstelle Notfallaufnahme” (Prof. Dr. Carla Meyer-Massetti, Universität Bern).

Gestärkt durch die letzte Pause fanden sich die Apotheker:innen im Auditorium zum Schlussvortrag ein. Im Schlussvortrag referierte Prof. Dr. Jochen Mutschler, Chefarzt Stationäre Dienste der Luzerner Psychiatrie AG, über Psychiatrie-Notfälle in der Apotheke. Er zeigte die Unterschiede zwischen psychiatrischem Notfall und psychischer Krise sowie zwischen absolutem und relativem Notfall auf. In apotheken-relevanten Fallbeispielen wurden zudem Themen wie Medikamentenmissbrauch, Delir und paranoid-halluzinatorische Syndrome besprochen sowie wurde das Vorgehen im Notfall mittels BELLA-Konzept vorgestellt.

Auch dieses Jahr wurde das Hauptprogramm durch Prof. Dr. Gerrit Borchard (Universität Genf) humorvoll und fachkompetent moderiert. Das Programm für die Fachfrauen-/männer Apotheke wurde souverän von Christiane Borchard begleitet. Die Referenten überzeugten in diesem Jahr mit hoher Fachkompetenz, die sich in einem spannenden und lehrreichen Programm widerspiegelte und zu einem gelungenen Austausch zwischen Referenten, Teilnehmern und Sponsoren führte. Am Abend konnte man eine ausgeprägte Zufriedenheit in den Gesichtern der Teilnehmenden und im gesamten Organisationsteam erkennen. Ein überaus erfolgreiches Frühlings-Symposium ging zu Ende!

Abbildung 3: Moderator Prof. Dr. Gerrit Borchard im Gespräch mit Prof. Dr. Streit (links), zufriedenes PharmaKey.ch Organisationsteam (rechts).
Abbildung 3: Moderator Prof. Dr. Gerrit Borchard im Gespräch mit Prof. Dr. Streit (links), zufriedenes PharmaKey.ch Organisationsteam (rechts).

PharmaKey.ch on-Demand

Sämtliche Referate des Hauptprogramms (Apotheker:innen) wurden direkt im Zentrum Paul Klee professionell aufgezeichnet. So stehen diese auch all jenen zur Verfügung, die das diesjährige Frühlingssymposium nicht live vor Ort besuchen konnten. Das Angebot ist ab sofort buchbar; die Vorträge werden voraussichtlich Mitte April online publiziert.